Energiesubventionen eindämmen

IHK-Vizepräsident Hendrik Kampmann (6. von links) mit dem Gastgeber des IHK-Fachausschusses Industrie und Umwelt, Heiner Kötter (2. von rechts), und weiteren Ausschussmitgliedern. PR-Foto

IHK-Ausschuss Industrie und Umwelt tagte bei Lindschulte

„Die Energiewende befindet sich jetzt nach fünf Jahren in einer entscheidenden Phase: Zwar sind die Erneuerbaren Energien zur wichtigsten Stromerzeugungsquelle geworden. Gleichzeitig treten aber der dadurch ausgelöste Strukturwandel, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten sowie die fehlende Abstimmung der Ziele der Energiewende deutlich zutage.“ Dies erklärte IHK-Vizepräsident und Ausschussvorsitzender Hendrik Kampmann jetzt in der aktuellen Sitzung des IHK-Fachausschusses Industrie und Umwelt. Die Energiewende sei im Grundsatz der richtige Weg. Die milliardenschwere Subventionierung regenerativer Energien müsse jedoch rasch zurückgefahren werden. „Trotz aller politischen Versuche zur Kostendämpfung befindet sich die EEG-Umlage mit aktuell 6,354 Cent pro Kilowattstunde auf einem Rekordhoch“, so Kampmann. Die Unternehmen in der Wirtschaftsregion seien jedoch auf eine sichere und vor allem bezahlbare Stromversorgung angewiesen.

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„Die jetzt eingeleiteten Korrekturen zu mehr Marktnähe und Wettbewerb sind lange überfällig“, bewertete Dr. Sebastian Bolay, Referatsleiter Strommarkt und erneuerbare Energien des DIHK in Berlin, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2016). Kernpunkt der Novelle ist, den Preis für Strom aus Erneuerbaren Energien künftig über ein Ausschreibungsmodell zu ermitteln. Dieses Ausschreibungsmodell soll das System der festen Einspeisevergütung ersetzen. Dr. Bolay forderte, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit dem Netzausbau gekoppelt werden müsse. Der DIHK setze sich darüber hinaus für ein europäisches Fördersystem für Erneuerbare Energien ein, um Fehlentwicklungen entgegenzusteuern.

Weiteres Thema waren die Netzentgelte. Hier sei vor dem Hintergrund anstehender Investitionen in die Übertragungs- und Verteilnetze von einem Anstieg der Netzentgelte in Höhe von 34 bis 54 Prozent und bei den Gewerbekunden von 15 bis 23 Prozent bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2011 auszugehen. Erdverkabelung sollte aufgrund der höheren Kosten nur nach sorgfältiger Prüfung der Kosten zum Einsatz kommen.

Gastgeber der Sitzung des Ausschusses war die Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH Emsland in Meppen. Das emsländische Planungsbüro besteht seit 1999 und wird von Heiner Kötter geführt. Es beschäftigt derzeit 30 Mitarbeiter und ist in allen Bereichen des Ingenieurbaus beratend und planend tätig.

Bildunterschrift:

IHK-Vizepräsident Hendrik Kampmann (6. von links) mit dem Gastgeber des IHK-Fachausschusses Industrie und Umwelt, Heiner Kötter (2. von rechts), und weiteren Ausschussmitgliedern.

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