Historische Orgel in Börger kann saniert werden

Freuen sich über die gute Nachricht aus Berlin (v.l.): Ralf Schiering; Hermann Krömer; Organist Alfons Kleine; Gitta Connemann MdB; Pfarrer Karl-Heinz Santel; Margret Wöste; Wilfried Klaßen; Andreas Wöste. PR-Foto

Gitta Connemann setzt sich erfolgreich für Bundesförderung ein / Kirchengemeinde St. Jodocus Börger erhält 25.000 Euro

 

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BÖRGER. Wer kennt nicht die Bilder von Lottogewinnern aus dem Fernsehen? Ein bisschen so fühlten sich jetzt die Verantwortlichen der St.-Jodocus-Kirchengemeinde Börger. Pfarrer Karl-Heinz Santel und der Kirchenvorstand hatten auf einen Scheck aus Berlin gehofft.

Aus der Hoffnung wurde jetzt Gewissheit. Denn die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann überbrachte nun die gute Nachricht: nach Börger fließen 25.000 Euro aus dem Orgelprogramm des Bundes. Damit ist der Löwenanteil der Kosten der Restaurierung der historischen Orgel in der Pfarrkirche gesichert.

Die Pfarrkirche St. Jodocus entstand in der Zeit zwischen 1856 bis 1858. Sie gilt damit als die älteste neugotische Kirche im Emsland. Die Orgel wurde zwei Jahre später von der Firma Kröger aus Goldenstedt eigens für die Kirche gebaut. Inzwischen funktionieren aber von den 22 Registern etliche nicht mehr. Das Pfeifenwerk muss gereinigt werden. Auch an den Mechanik-, Gebläse- und Windanlagen müssen Arbeiten vorgenommen werden. Die Kosten für die Durchführung der Arbeiten belaufen sich auf 50.000 Euro – zu viel für die Kirchengemeinde allein.

Deshalb hatte sich Pfarrer Santel an Connemann gewandt und um Unterstützung gebeten. Bei der Christdemokratin lief er offene Türen ein. Denn die Kulturpolitikerin liebt Orgeln und weiß um die Not vieler Kirchengemeinden. Darum hatte sie sich gemeinsam mit einigen Fachkollegen für ein Orgelprogramm auf Bundesebene stark gemacht. Dieses wurde 2015 ins Leben gerufen. Pro Jahr werden dafür 5 Millionen Euro bereit gestellt.

Gitta Connemann erklärt: „Deutschland hat eine weltweit einmalige Orgellandschaft. Was wären unsere Kirchen ohne sie? Aber viele Orgeln sind in die Jahre gekommen. Wenn diese eine nationale Bedeutung haben, kann der Bund helfen. Dies ist bei der Orgel in St. Jodokus der Fall.“

Pfarrer Karl-Heinz Santel dankte Connemann für ihren Einsatz: „Ein solches wunderbares und wertvolles Instrument muss der Kirchengemeinde erhalten bleiben. Die Förderung hilft uns sehr. Alleine hätten wir das nicht geschafft. Jetzt kann es losgehen. Die Sanierung soll noch in diesem Jahr starten.“

Die Kirchengemeinde St. Jodocus steuert 10.000 Euro aus eigenen Mitteln bei. Weitere 10.000 Euro kommen vom Bistum und durch eine Spende von 5.000 Euro. Der  Bundeszuschuss für die Restauration der Orgel beträgt 25.000 Euro, und damit 50 Prozent der Gesamtkosten.