Moorbrand: Keine akute Gesundheitsgefährdung

Luftaufnahme vom Moorbrand in Meppen auf dem WTD 91.

Meppen. Die Messungen des ABC-Zuges des Landkreises Leer, der mit festen und mobilen Stationen in Stavern, in Sögel und Klein Berßen die Luftbelastung untersucht, haben ergeben, dass keine akute Gesundheitsgefährdung durch die aktuelle Rauchentwicklung vor Ort besteht. „Natürlich gibt es nach wie vor Geruchsbelästigungen und auch die emotionale Belastung für die Anwohner vor Ort ist weiter hoch. Aber eine Grenzwertüberschreitung wurde nicht ermittelt“, unterstreicht Landrat Reinhard Winter

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Neben der mobilen Messung, die nach Bedarf realisiert wird, sind seit gestern fünf feste Messstationen im Einsatz, die eine regelmäßige Überwachung der Kohlenmonoxidwerte vor Ort garantieren. Diese Einrichtungen werden heute um ein mobiles Umweltlabor des LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) ergänzt, das weitere wesentliche Brandgase misst. Außerdem sind zwei private Ingenieurbüros beauftragt, an weiteren Punkten in der Umgebung Messstationen einzurichten und ab sofort u. a. auch die Feinstaubbelastung zu erfassen. Der bisher eingesetzte ABC-Zug misst derzeit mobil und stationär in erster Linie Kohlenmonoxid, das bei Brandgeschehen als zentraler Leitparameter dient. Bei den zahlreichen bisherigen Messungen von Kohlenmonoxid im Gebiet Staverns konnten mit Blick auf die zulässigen Toleranzgrenzen keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Der Fachbereich Gesundheit weist zudem darauf hin, dass zur Beurteilung der Luftqualität neben den punktuellen Messwerten grundsätzlich immer auch die Dauer der Belastung, die im Außenbereich aufgrund der Windsituation stark schwanke, zu berücksichtigen sei.

„Die enge Kooperation mit dem unabhängigen Labor aus NRW sowie den privaten Büros dient dazu, ein kontinuierliches und umfassendes Bild der Belastungen zu erhalten. Wir wollen jede konkrete Gefährdung für unsere Bevölkerung ausschließen und bei Bedarf rechtzeitig handeln können“, unterstreicht der Landrat.