Der Maler Bernhard Kock auf Schloss Clemenswerth

Kunstpreisträger der Emsländischen Landschaft e.V. zeigt Arbeitsergebnisse

Sögel. Am Freitag, den 7. September, ist am Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in der Reihe ForumFormClemenswerth die Ausstellung „Der Maler – Bernhard Kock“, die bis zum 31. Oktober zu sehen ist, eröffnet worden. Bernhard Kock ist Preisträger des Künstlerstipendiums 2018 der Emsländischen Landschaft e.V. für die Landkreise Emsland und der Grafschaft Bentheim. Der 1961 in Meppen geborene Künstler lebt und arbeitet seit 1984 in Hannover. Hier studierte er Freie Kunst an der Fachhochschule, wo er im Anschluss Meisterschüler wurde. Kock hat verschiedene Stipendien erhalten und seine Werke wurden bereits in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert.

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Mit der Entscheidung das siebte Künstlerstipendium der Emsländischen Landschaft an Bernhard Kock zu vergeben, setzte die fünfköpfige Jury neue Akzente. Erstmalig ging das Stipendium an einen etablierten Künstler, der bereits mehrere Preise für seine Arbeit erhalten hat. „Es hat sich gelohnt, Bernhard Kock als Künstler zumindest temporär in die Region zurückzuholen“, so der Geschäftsführer der Emsländischen Landschaft e.V. Josef Grave. Verknüpft mit dem Stipendium sind zwei Ausstellungen – die zweite ist in der Reihe „Kunst im Kreishaus“ ab 16. November in Nordhorn zu sehen – auch zwei Arbeitsaufenthalte von je zwei Monaten, einer auf Schloss Clemenswerth und einer in Nordhorn. Mit den in dieser Zeit entstanden Werken, die nun zuerst am Emslandmuseum zu sehen sind, setzte sich Bernhard Kock sehr diffizil mit den Aufenthaltsorten auseinander – und schlug dabei auch neue Wege in seinem künstlerischem Schaffen ein. Museumsdirektor Oliver Fok sagt dazu: „Beständig ist Kock in seiner Kunst, nicht aber in seiner künstlerischen Ausrichtung, seinem Stil.“ In den abstrakt anmutenden über 20 Werken, zu denen sich Kock innerhalb seines Stipendiums inspirieren ließ, sind Motive verborgen, zum Teil in geometrische Formen umgewandelt, die wohl nur der Ortskundige wiedererkennen wird. So zum Beispiel bei den Bildern „Sonnenlicht 1“ und „Sonnenlicht 2“, die Kock während seines Aufenthaltes in Nordhorn, inspiriert durch das Lichterspiel der Sprossenfenster in der Sägemühle – seinem Atelier auf Zeit – malte. Und in seiner Zeit auf Schloss Clemenswerth beeindruckten den Maler von den vielen Formen und Elementen der barocken Anlage besonders der Klostergarten mit der mächtigen, alten Eibenhecke, die Gloriette und das Schlossensemble. Daneben gibt die Ausstellung auch einen Überblick über das Werk von Bernhard Kock. Neben den Werken des Künstlerstipendiums ist u.a. die Serie „Lonesome People“ (2016) mit figürlicher Malerei und Werkbeispiele der „Raster“-Reihe zu sehen, eine Malerei die Kock über viele Jahre begleitete.

Die Ausstellung, die mit Mitteln der Sparkasse Emsland sowie der EWE Stiftung gefördert wird, ist im regulären Museumseintritt inklusive. Ein Kunstgespräch mit Bernhard Kock findet zur Finissage am Mittwoch, den 31. Oktober um 15 Uhr, statt. Schulklassen wie auch Erwachsenengruppen können zudem individuelle Führungstermine durch die Ausstellung buchen. Weitere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 05952 / 93 23 25 und unter www.clemenswerth.de