60. Schleppjagd auf Schloss Clemenswerth

S•leppjagd.j Foto: Emslandmuseum Schloss Clemenswerth

Hubertusmesse eröffnet Jagdtag für Mensch und Tier

Hubertusmesse
Foto: Eckhard Albrecht

Sögel. Hörner tönen, Hunde bellen und Reiter galoppieren: Am Sonntag, den 23. September, findet bereits zum 60. Mal auf Schloss Clemenswerth die Schleppjagd statt. Auch in diesem Jahr ist der einzig erhaltene Jagdstern für die traditionsreiche Veranstaltung über den Hümmling wieder Start- und Endpunkt. Eröffnet wird der Tag um 11 Uhr mit einer Hubertusmesse für Mensch und Tier unter freiem Himmel, die musikalisch von den Jagdhornbläsern Clemenswerth e.V. begleitet wird. D.h. Hundebesitzer, Jäger und Falkner sind herzlich eingeladen, ihre tierischen Begleiter mitzubringen und segnen zu lassen. Die Hochämter in der St. Jakobus Kirche Sögel und in der Schlosskapelle entfallen an diesem Tag. – Der Heilige Hubertus ist der Schutzpatron der Jagd. Seine wundersame Begegnung mit einem Hirsch, der ein Kreuz zwischen dem Geweih trägt, zeigt das Altarbild der Schlosskapelle.

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Nach der Messe sorgen der Schlosskeller sowie der Reit- und Fahrverein Sögel e.V. (RuF) für den Mittagsimbiss auf dem Schlossplatz. Denn bereits ab 12 Uhr sammeln sich die standesgemäß gekleideten Reiter, zum Teil in roten Jagdröcken, mit ihren staatlichen Pferden und der Cappenberger Hundemeute zum Stelldichein auf dem Schlossplatz. Der Start der Jubiläums-Schleppjagd ist um ca. 13.30 Uhr. Angeführt wird die Gesellschaft in diesem Jahr von dem Jagdherren Markus Lager aus Spahnharrenstätte. Im Übrigen: Auf der ca. 15 Kilometer langen Strecke wird kein Tier gejagt und getötet. Trainiert ist die etwa 30 Hunde starke Meute auf Heringslake, die als Duftspur von den vorausreitenden Schleppenlegern als Fährte gelegt wird.

Bis zur Wiedereinkehr der Reiter um ca. 16.30 Uhr wird Besuchern auf dem Schlossplatz ein abwechslungsreiches Programm geboten. U.a. präsentiert sich die Cappenberger, die die Schleppjagd auf Schloss Clemenswerth zum 40. Mal begleiten, mit einem Infostand. Und das Jägermobil der Jägerschaft Aschendorf-Hümmling lädt dazu ein, den Blick auf die heimische Tierwelt zu schärfen. Die Jägerschaft führt zudem an zwei festen Terminen (14.30 / 15.30 Uhr) in die Ausbildung von Hunden zu Jagdbegleitern ein. Auch Kindern wird das Warten auf die Jagdgesellschaft mit verschiedenen Angeboten verkürzt: Ab 12 Uhr lädt der Basteltisch und der Streckenpferd-Parcours ein. Zu diesem Rennen, bei dem es nicht nur um Geschicklichkeit sondern auch das gewisse Quäntchen Glück geht, kann ein Steckenpferd geliehen werden oder ein eigener wilder „Hengst“ mitgebracht werden. Den Gewinnern winken tolle Preise! Auch das beliebte Ponyreiten vom RuF (ab 14 Uhr) fehlt nicht im Programm. Selbstverständlich besteht für Besucher auch die Möglichkeit das Schloss und die Ausstellungspavillons zu besichtigen. Beschlossen wird die Schleppjagd gegen 17 Uhr mit dem traditionell geblasenen Halali, dem Eichenbruch für die Reiter und dem Rinderpansen für die Hundemeute. Durch den Tag als Moderator führt Michael Grünberg.

Wie die Mariä-Himmelfahrts-Messe und der Falknertag wird die Schleppjagd von der Emsländischen Landschaft e.V. als wichtiges und förderungswürdiges Immaterielles Kulturerbe unterstützt. „Eine Veranstaltung wie die Schleppjagd ist lebendige Geschichte“, so Museumsdirektor Oliver Fok. Das unterstreicht auch Werner Gerdes, Vorsitzender des RuF: „Insbesondere eine Schleppjagd vor einer so authentischen Kulisse gilt es zu erhalten, gibt es doch in Deutschland immer weniger Schleppjagden mit immer weniger Teilnehmern!“ Veranstalter der Schleppjagd sind der Reit- und Fahrverein Sögel e.V. in Zusammenarbeit mit dem Emslandmuseum Schloss Clemenswerth sowie der Gemeinde Sögel. Der Eintritt zur Messe und zur Schleppjagd ist frei. Für das Museum gilt der reguläre Museumseintritt. Alle Informationen unter www.clemenswerth.de.