Absatzgenossenschaften: Beschäftigten im Kreis Emsland drohen Lohneinbußen

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IG BAU: Tarifverhandlungen in Nordwest-Niedersachsen gescheitert

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„Lohn-Geiz“ bei Raiffeisen & Co.: Im Landkreis Emsland drohen den Beschäftigten bei Agrargenossenschaften deutliche Lohneinbußen. Davor warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt. Nach IG BAU-Angaben sind etwa 3.000 Beschäftigte in ganz Nordwest-Niedersachsen betroffen – in Raiffeisenmärkten, in der Logistik und in Kraftfuttermischwerken. „Die Arbeitgeber haben die Tarifverhandlungen scheitern lassen. Im Vergleich zu anderen Tarifabschlüssen sollen die Mitarbeiter jetzt beinahe leer ausgehen“, kritisiert Holger Bartels, Regionalleiter der IG BAU Weser-Ems.

Die Gewerkschaft hatte für die Mitarbeiter in den rund 30 Bezugs- und Absatzgenossenschaften zwischen Jever und Osnabrück ein Lohn-Plus von 5,8 Prozent gefordert. „Es gibt durchaus Spielraum für Lohnerhöhungen bei den Betrieben“, so Bartels. Die Rücklagen und Umsätze seien trotz einzelner Ausfälle bei der Ernte solide.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt ein Lohn-Plus von 2,75 Prozent – jedoch lediglich für den Zeitraum Juli bis Februar – geboten. „Das liegt weit unter den Tarifabschlüssen in diesem Jahr. Selbst der gesetzliche Mindestlohn wird ab Januar um vier Prozent steigen. Für die körperlich anstrengende Arbeit in den Genossenschaften ist das Angebot eindeutig zu mager. Die Beschäftigten haben schon jetzt eine viel zu dünne Lohntüte“, sagt Bartels. Die IG BAU Weser-Ems ruft die Beschäftigten in der Region auf, sich das Angebot nicht bieten zu lassen. „In den Betrieben ist Druck auf dem Kessel. Der dürfte nun steigen.“