Landfrauen

Dr. Daniela De Ridder und Johanne Kampert setzen sich für die ländliche Region ein (Foto: Büro De Ridder)

Grafschaft Bentheim. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder ist den Grafschafter Landfrauen beigetreten und fordert eine bessere Wertschätzung der Landwirtinnen und Landwirte in der Gesellschaft. De Ridder möchte sich vor Ort insbesondere für die Landwirtinnen und Landwirte einsetzen, die unter anderem durch die Preisentwicklungen in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten sind. Ziel des Verbands ist schließlich auch die Interessensvertretung der Landwirtschaft sowie der Bürgerinnen und Bürger, die im ländlichen Raum leben. De Ridder freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit in der kommenden Zeit.
„Die Wertschätzung für die Landwirtinnen sowie für die Arbeit auf dem Land ist heute wichtiger denn je: Wenn von Umweltproblemen oder der Bedrohung der Artenvielfalt gesprochen wird, gerät so manch landwirtschaftlicher Betrieb in Verruf. Dabei stehen viele von ihnen unter existenziellem Druck, der insbesondere durch wenige, aber große Massenbetriebe auf sie ausgeübt wird. Gerade bei der aktuellen Trockenheit fragt sich manche Landwirtin als Unternehmerin, wie lange der Familienbetrieb noch weitergeführt werden kann. Landwirtschaftliche Betriebe erfüllen aber eine kaum zu unterschätzende Aufgabe: Sie sind unsere Nahrungsproduzenten und machen uns – oft zu günstigen Preisen – satt. Die aktuellen Witterungsbedingungen zeigen jedoch auch, wie empfindlich das Ökosystem ist. Monokulturen in der Landwirtschaft sind daher schädlich und auch die Diversität der landwirtschaftlichen Produktion leidet durch die Konzentration der landwirtschaftlichen Betriebe. Gerade wer kleinere und bäuerliche Betriebe erhalten will, ist jetzt zum Handeln gezwungen. Dabei darf es aber kein einfaches ‚Weiter so‘ geben: Wenn wir hier gegensteuern wollen, brauchen wir ein wachsendes Bewusstsein dafür in der Bevölkerung und müssen zum anderen auch die richtigen politischen Maßnahmen treffen. Hier sind wir mit dem Haushalt für 2018 auf dem richtigen Weg, da wir wesentliche Akzente für die Landwirtschaft setzen konnten“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.


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Der Deutsche Landfrauenverband wurde am 20. Oktober 1948 gegründet und vertritt mit seinen 22 Land- und 430 Kreisverbänden rund 500.000 Mitglieder in mehr als 12.000 Ortsvereinen. Mit ihrem Beitritt zum Landfrauenverband möchte De Ridder die Arbeit im Bezirksverband Weser-Ems, zu dem auch die Grafschaft Bentheim und das Emsland gehören, tatkräftig unterstützen. Als Bundespolitikerin hebt De Ridder hervor, dass die rund sechs Milliarden Euro für die Landwirtschaft im diesjährigen Bundeshaushalt gut investiertes Geld ist, in Zukunft jedoch noch mehr zur Förderung der bäuerlichen Betriebe getan werden muss. Die verantwortungsbewusste Landwirtschaft muss sich schließlich für die Menschen auch lohnen und dafür gilt es politisch die richtigen Maßnahmen zu treffen. „Eine kann nicht alles, viele können etwas, wir alle zusammen können viel – durch unser Landfrauenmotto, machen wir uns stark für den ländlichen Raum. Mischen uns ein, reden mit und schaffen somit einen lebendigen und lebenswerten Raum“, sagt Johanne Kampert, 1. Vorsitzende des KreisLandFrauenVerbands Grafschaft Bentheim.

Im Zuge ihrer neu erworbenen Mitgliedschaft bei den Landfrauen möchte sich De Ridder insbesondere auch für die Arbeit der Frauen in der Landwirtschaft stark machen. Das Symbol der Landfrauen, die Biene, ist in dieser Zeit von besonderer Bedeutung: In Deutschland ist ein dramatischer Rückgang der Insektenpopulation zu verzeichnen, was auch am Bienensterben zu beobachten ist. Dabei sind die Bienen für die Bestäubung von Pflanzen essenziell wichtig, weshalb der Einsatz der Landfrauen für den Umweltschutz oder auch für den Erhalt und Ausbau von Blühstreifen von besonderer Bedeutung ist. „Unsere Landfrauen leisten viel für eine starke und verantwortungsbewusste Landwirtschaft. Dieses Engagement zu unterstützen und zu würdigen ist mir ein besonders wichtiges Anliegen, auch da wir ihre Arbeit besser sichtbar machen müssen – das ist schließlich eine Frage der Wertschätzung. Auch ihre Arbeit für eine gesunde Ernährung und die artgerechte Tierhaltung sind Bestandteil verantwortungsbewussten Handels für die Menschen und Tiere in unserer Region. Ich freue mich sehr darauf, wenn wir gemeinsam für die Landwirtinnen und Landwirte und die Menschen auf dem Land mehr erreichen können. Und das starke Engagement für den Umweltschutz, also des Erhalts unserer Lebensgrundlage, möchte ich vor Ort und in der Bundespolitik weiter tatkräftig unterstützen“, bekräftigt De Ridder.