„Aus Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken“

Landrat Reinhard Winter (r.) übergibt Schulleiter Martin Weber als Erinnerung an das 25-jährige Schuljubiläum eine Emsland-Collage. (Foto: Landkreis Emsland)

Gesamschule Emsland feiert 25-jähriges Bestehen mit Festakt

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Lingen. Kein Teenager mehr, fast schon erwachsen, mit viel Energie – so beschrieb Schulleiter Martin Weber die Gesamtschule Emsland, die am vergangenen Dienstag (5. Juni) mit einem offiziellen Festakt in der Aula der Gesamtschule in Lingen ihr 25-jähriges Jubiläum feierte. Als „sehr lebendige“ und „selbstbewusste“ Gesamtschule – „die einzige im Emsland“ – bezeichnete Weber die Schule.

Landrat Reinhard Winter ging in seiner Ansprache zu den Anfängen der Bildungseinrichtung mit Alleinstellungsmerkmal zurück. Er erinnerte daran, dass der Geburtsstunde damals noch unter dem Namen „Integrierte Gesamtschule Lingen“ (IGS) 1993 keine einfache Entscheidungsfindung vorausging und der Beginn von zahlreichen Provisorien geprägt war. Zunächst im Zwischentrakt zwischen Kreisrealschule und Gymnasium Johanneum untergebracht, führte die spätere Raumnot zur Standortdiskussion, die 1999 mit dem Umzug der Schule in die damalige Liegenschaft des Gymnasiums Georgianum an der Heidekampstraße, der heutigen Adresse der Gesamtschule, ihren glücklichen Abschluss fand. Die Gymnasien Georgianum und Johanneum wurden damals als eigenständige Schulen im Schulzentrum an der Kardinal-von-Galen-Straße untergebracht.

Beginnend mit dieser nicht nur räumlichen Neuordnung der Schullandschaft in Lingen bildete die Gesamtschule in den Folgejahren unter dem Leitspruch „Schätze heben – Begabungen entdecken und fördern“ ihr eigenes Profil aus, so Winter. Dazu zählte auch, dass der „Arbeitstitel“ IGS im Jahr des zehnjährigen Bestehens der Schule 2003 abgelegt wurde und die Schule den Namen Gesamtschule Emsland erhielt. Insbesondere das ausgezeichnete Medienprofil der Schule hoben neben Winter mehrere Redner an diesem Vormittag hervor.

Aber auch die räumliche Entwicklung der Schule mit neuer Dreifeld-Sporthalle, die als eine der ersten im Emsland 2010 nach Passivhausstandard errichtet wurde, und der 2012 folgende Umbau der alten Sporthalle zur Mensa, führte Winter an. „Insgesamt hat der Landkreis Emsland als Träger der Schule allein seit 2010 damit knapp 5 Mio. Euro in die Gesamtschule investiert“, sagte der Landrat. Er betonte, er sei sicher, dass die Gesamtschule für die Zukunft optimal aufgestellt sei. „Die Gesamtschule ist wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft im Emsland und aus dieser nicht mehr wegzudenken“, sagte Winter.

Holger Behnen, Vorsitzender des Schulelternrates, nannte die Gesamtschule einen „Impulsgeber für die emsländische Bildungslandschaft“ und bedankte sich insbesondere bei den Lehrern für ihr Engagement in den zurückliegenden 25 Jahren. „Sie verdienen ein ,sehr gut´“, sagte er.

Weber kündigte in seinem Schlusswort eine „konsequente konzeptionelle Weiterentwicklung“ der Schule u. a. im Medienbereich an. Er gab – ebenso wie Behnen und Thomas Keuter, Vorsitzender des Schulelternrates – der Hoffnung Ausdruck, dass die Bildungseinrichtung bald eine Oberstufe und damit den Status einer „vollwertigen Gesamtschule“ erhalte.