Regelungen zum Zelten an Hase und Ems

Symbolfoto

Gebiete unterliegen besonderem Schutz – Ausnahmegenehmigungen möglich

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Meppen. Entlang der Ems und Hase sind in den vergangenen zwei Jahren Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen worden. Zeltlager und offene Feuerstellen sind nach den neuen Schutzgebietsverordnungen seitdem grundsätzlich verboten. Ausgenommen von diesen Verboten ist das Zelten auf den öffentlichen Campingplätzen und auf den vom Landkreis Emsland bereits genehmigten Zeltplätzen, die auf dem Jugendserver des Landkreises www.emside.de veröffentlicht sind.

Grund der Einschränkungen ist der Schutz der wildlebenden Tiere und Pflanzen entlang dieser artenreichen, sensiblen und vielfältigen Landschaften, die sogar unter europäischem Schutz stehen (sogenannte Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiete). Vor allem privat organisierte Zeltlager an den verlängerten Wochenenden im Mai (Himmelfahrt, Pfingsten) haben in der Vergangenheit zugenommen. Sie sind ein großer Störfaktor für die Tiere bei der Aufzucht ihrer Jungen während der Brut- und Setzzeit.

Um diese privat organisierten Veranstaltungen nicht gänzlich zu unterbinden, weist der Landkreis Emsland darauf hin, dass unter bestimmten Auflagen Ausnahmen erteilt werden können. Eine Ausnahmeerlaubnis ist u.a. mit den folgenden Bestimmungen verbunden:

  • Das Zelten ist nur an den zeitlich genau festgelegten Tagen erlaubt.
  • Die Zeltlager dürfen nur in Uferbereichen oder auf Flächen stattfinden, die nicht als besonders sensible Lebensräume kartiert wurden.
  • Spätestens einen Tag nach der Veranstaltung müssen die Zeltlätze wieder vollständig aufgeräumt und in ihren ursprünglichen Zustand gebracht werden.
  • Offenes Feuer darf nur mit einer Feuerschale bzw. auf einer mit Steinen oder ähnlichem abgegrenzten Feuerstelle entzündet werden.
  • Ausschließlich trockenes unbehandeltes Holz darf verwendet werden (kein Sperrmüll, keine Sperrholzplatten, keine Möbel, keine Stubben etc.).
  • Das Holz darf nicht aus der Umgebung genommen werden.
  • Wildlebende Tiere dürfen nicht unnötig beunruhigt werden. Die Lautstärke der Musik ist entsprechend zu regulieren.

Der Landkreis Emsland behält sich eine Kontrolle des Zeltplatzes während der Veranstaltung vor. Sollten die Auflagen nicht eingehalten und das Schutzgebiet nachhaltig gestört werden, kann ein Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit eingeleitet werden.

Gruppen, die an der Hase ein traditionelles Zelten (z.B. Abi-Zelten) durchführen möchten, können sich für eine Ausnahmegenehmigung schriftlich an den Landkreis Emsland, Ansprechpartnerin Ute Schreiber, unter der E-Mail-Adresse ute.schreiber@emsland.de wenden. Angaben zum genauen Zeltplatz, zur Teilnehmerzahl sowie die Nennung einer verantwortlichen Person sind dazu erforderlich.