Grenzenloses Moor

Radfahren Naturpark Moor. PR-Foto

Gemeinsames deutsch-niederländisches EU-Förderprojekt kurz vor dem Abschluss

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Pufferzone im Bargerveen.
PR-Foto

Seit 2006 besteht der Internationale Naturpark, der sich im Herzen des Bourtanger Moors, des ehemals größten zusammenhängenden Hochmoorgebietes Mitteleuropas, befindet. Bis Mitte des Jahres 2019 investieren nun die Mitglieder des Naturparkvereins im Rahmen des deutsch-niederländischen EU-Förderprojekts „Grenzenlos Moor – Grenzeloos veen“ insgesamt 6,5 Mio. Euro in Maßnahmen zur Entwicklung des Naturparks als gemeinsamen Naturraum, Erlebnisraum und Lebens- und Wirtschaftsraum. Die EU unterstützt das Projekt über das INTERREG-Programm der Ems Dollart Region mit über drei Millionen Euro, gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und der Provinz Drenthe, die jeweils noch einmal rund 500 Tsd. Euro beisteuern.

 

„Met Fietse“ und „te voet“

Emmen, Haren, Meppen und Wietmarschen bilden die geografischen Eckpunkte des Naturparks, mitten drin liegen die Gemeinden Twist und Geeste und die deutsch-niederländische Grenze mit ihren historischen Grenzsteinen. Ein Meilenstein des „Grenzenlos Moor“-Projekts wird mit einer grenzüberschreitenden Besucherlenkung durch ein einheitlich angelegtes Rad- und Wanderwegenetz erreicht, die nach niederländischem Vorbild als sogenannte „Knotenpunktsysteme“ eingerichtet werden. „Unser Ziel ist es, Grenzen in den Köpfen abzubauen und eine Brücke zu schlagen zwischen Menschen, die mehr gemeinsam haben als das Moor vor der Haustür“, betont Uwe Carli, Geschäftsführer des Naturparkvereins.

Über 1.200 Quadratkilometer erstreckte sich das Bourtanger Moor vor Beginn seiner großflächigen Kultivierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Im 140 Quadratkilometer großen Naturpark lebt es heute als grenzübergreifender Kulturraum fort, in dem sowohl intakte Hochmoorflächen als auch Regenerationsgebiete ehemaliger Abtorfungsflächen zu sehen sind.

 

Moor entwickeln

Insgesamt schnürten die Projektpartner ein Paket mit 13 Maßnahmen. Dazu gehört z.B. auch die Regulierung des Wasserhaushalts in dem mit 2.500 ha. größten Hochmoorgebiet des Naturparks, dem niederländischen Bargerveen. Eine Pufferzone grenzt zukünftig die landwirtschaftlichen Nutzflächen von den Wiedervernässungsflächen ab und hält das Grundwasser im Naturreservat. Dazu wurden zwei großen Wasserauffangbecken im nördlichen Bereich des Bargerveens und ein 1.700 m langer Damm mit Radweg direkt auf der Grenze angelegt. Weiter südlich, in Weiteveen, finden 1.000 Schafe und 110 Rinder in einem neu errichteten Schaftstall Platz, um eine 700 Hektar große Heidefläche zu beweiden und damit den südlichen Teil des Bargerveens von Baumbewuchs freizuhalten.

 

Abenteuer Moor

Für einen Einstieg in das Thema Moor sorgen im Naturpark insbesondere die sogenannten „Moorpforten“: Insgesamt acht Museen, die als offizielle Naturpark-Anlaufstellen ausgewiesen wurden und jede für sich eine besondere Facette des Themas Moor widerspiegeln. Der Ausbau der Moorpforten auf deutscher Seite wurde ebenfalls durch das Förderprojekt „Grenzenlos Moor“ ermöglicht.

 

Fotowettbewerb

Aktuell lädt der Naturparkverein Profis wie Hobbyfotografen zu einem Fotowettbewerb zum Thema #GrenzenlosMoor ein. Die Moorpforten können auch hier als Inspiration dienen. Ob Landschaftsbilder, Nahaufnahmen, Mensch oder Tier in der Natur – der Fantasie sind bei der Motivwahl keine Grenzen gesetzt. Zu gewinnen gibt es Gutscheine im Gesamtwert von 750 Euro, einzulösen zum als Meppener, Harener oder Twister Einkaufsgutschein oder VVV-Gutschein (NL). Weitere Informationen unter www.naturpark-moor.eu/foto.