Für jeden Emsländer eine Blume

„Gemeinsam gewachsen“ ist die Kreisjugendfeuerwehr Emsland in den vergangenen 40 Jahren. Aus Anlass des Jubiläumsjahrs werden kreisweit Wildblumenwiesen wie hier in Beesten eingesät. (Foto: Jugendfeuerwehr Beesten)

Naturschutzstiftung und Kreisjugendfeuerwehr säen Wiesen aus – Auftakt des Jubiläumsjahrs

- Anfang: Hier könnte Ihre Werbung stehen. - Ende

Beesten. „Das Emsland blüht auf – Für jeden Emsländer eine Blume“ – das ist der Titel des Projekts, zu dem sich die Naturschutzstiftung Landkreis Emsland und die Jugendfeuerwehr Emsland zusammengeschlossen haben. Mit dem Projekt, das dem Verlust der Artenvielfalt entgegenwirken soll, feiert die Jugendfeuerwehr im Emsland ihr 40-jähriges Bestehen. Sie hat sich vorgenommen, in ihrem Jubiläumsjahr Natur und Umwelt nachhaltig zu schützen. Die erste Wildblumenwiese wurde nun auf einer von der Gemeinde Beesten (Samtgemeinde Freren) bereitgestellten Fläche eingesät; weitere sollen folgen.

Beim Auftakt mit dabei waren Dezernent Marc-André Burgdorf, Bernhard van der Ahe, 1. Vorsitzender der Naturschutzstiftung, Klaus Smit, Kreisjugendfeuerwehrwart Landkreis Emsland, Holger Dyckhoff, Kreisbrandmeister Landkreis Emsland, Vertreter der Samtgemeinde Freren und der Jugendfeuerwehr Beesten sowie Werner Achteresch, Ortsbürgermeister von Beesten.

„Wir als Kreis-Jugendfeuerwehr Emsland haben uns dem Jahresmotto ,40 Jahre Kreisjugendfeuerwehr Emsland – gemeinsam gewachsen´ entsprechend das Thema Umwelt und Naturschutz auf die Fahnen geschrieben. Denn Jugendfeuerwehr ist mehr, als Schläuche zu rollen und mit roten Autos durch die Gegend zu fahren. Sie hilft, wo Hilfe notwendig ist. In diesem Fall gilt: Nicht Feuer löschen, sondern Blumen säen“, sagte Smit.

Auf kreisweit über 2,5 Hektar wollen die insgesamt 27 Jugendfeuerwehren mit 501 jungen Brandschützern und rund 250 Betreuern sowie drei Kinderfeuerwehren mit 39 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren zertifiziertes regionales Saatgut ausbringen, so dass heimische Insekten, Schmetterlinge und Wildbienen Nahrungsgrundlage und Lebensraum vorfinden. Die Flächen liegen an Feuerwehrhäusern, in Parkanlagen, auf Verkehrsinseln, an Schulen, Kindergärten, Gemeindehäusern, Pfarrheimen, Kirchen, Büchereien, Altenheimen und auf Firmengeländen. Von Handrup, Holte, Sögel, Spelle, Papenburg, Lengerich, Schapen über Holthausen, Groß Hesepe, Bawinkel, Bramsche, Messingen und eben Beesten erstrecken sich die Parzellen, die künftig mit heimischen Saatgut zu Wildblumenwiesen werden sollen.

„Wir begleiten als Naturschutzstiftung dieses Projekt fachlich und freuen uns, dass es kreisweit breiten Anklang und Unterstützung findet“, sagte van der Ahe. „Mit dem Regio-Saatgut fördern wir heimische Wildblumen aus dem Emsland wie Margerite, Schafgarbe, Korn- und Mohnblumen. Diese Blumen sind hier immer gewachsen, aber heute leider selten geworden. Ihr Nektar und Pollen wird von den Insekten als Nahrung benötigt, deren Saugrüssel wie ein Schlüssel in das dazugehörige Schloss bei der Blüte passen“, so der Vorsitzende.

Weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Ende Juni/Anfang Juli, das sich mit seinen rund 350 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben weiteren Unternehmungen ebenfalls u. a. dem Umweltschutz widmen wird. Vogelnistkästen und so genannte Insektenhotels sollen während des Zeltlagers angefertigt werden.