Verleger bieten ein Prozent – „Indiskutabel“ für DJV

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Stuttgart.  Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die rund 13.000 Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen ging am Nachmittag in Stuttgart mit einem völlig unzureichenden Angebot des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zu Ende. Bei einer Laufzeit von 30 Monaten bot der BDZV einen Gehaltstarifvertrag mit insgesamt 2,6 Prozent mehr Gehalt und 120 Euro mehr für Jungredakteure, nicht jedoch für Volontäre. Als Erhöhungstermine benannten die Verleger den 1. August dieses Jahres und den 1. August 2019. Der Manteltarifvertrag sollte um ein Jahr bis Ende 2019 verlängert werden.

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„Das sogenannte Tarifangebot entspricht einer jährlichen Gehaltssteigerung um 1,04 Prozent – ein schlechter Witz“, sagte DJV- Verhandlungsführer Kajo Döhring. Darüber hinaus pochten die Verleger als Voraussetzung für einen Gehaltstarifvertrag auf die Lösung tariflicher Detailfragen wie etwa Weiterbildung oder eine Öffnungsklausel für Entgeltumwandlung.

Der DJV-Verhandlungsführer zeigte sich enttäuscht darüber, dass sich die Verleger in den Wochen seit der zweiten Tarifrunde im Februar nicht bewegt hätten. „Die Stimmung in den Redaktionen ist eindeutig“, so Döhring, „die Kollegen wollen ein schnelles Angebot und nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden.“

Begleitet wurde die heutige dritte Tarifrunde von Warnstreiks in mehreren Bundesländern. Vor dem Verhandlungslokal in Stuttgart demonstrierten Journalisten von einem Dutzend Tageszeitungen aus Baden- Württemberg für die DJV-Tarifforderung von 4,5 Prozent mehr Einkommen für Redakteure und feste Freie. Döhring kündigte weitere Warnstreiks der Zeitungsjournalisten an.

Die vierte Verhandlungsrunde soll am 9. April voraussichtlich in Frankfurt/Main stattfinden.