Sichere Luftfahrt mit dem „Drohnen-Führerschein“

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newspress. Drohnen können ein nettes Spielzeug sein – oder ein wichtiges Arbeitsmittel. In beiden Fällen ist ihr Einsatz mit Risiken verbunden. Seit 1. Oktober 2017 müssen Piloten von unbemannten Fluggeräten (UAS) mit einem Gewicht von über 2 Kilogramm einen „Drohnen-Führerschein“ – einen Nachweis ausreichender Kenntnisse und Fertigkeiten zum Betrieb von UAS besitzen.

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TÜV SÜD bietet die entsprechende Prüfung bundesweit an 14 Standorten an. Derzeit gibt es zwischen 400.000 und 650.000 Drohnen in Deutschland. Der Markt wächst jährlich um 25 bis 30 Prozent. Die unbemannten Fluggeräte sind nicht nur ein beliebtes Spielzeug, sondern werden immer häufiger für professionelle Zwecke eingesetzt – beispielsweise für Inspektionen von Brücken, Gebäuden, Photovoltaikanlagen oder Windenergieanlagen. Aber der Einsatz von Drohnen ist auch mit Risiken verbunden, heißt es vom TÜV. Schon im Jahr 2016 hatten Flugzeugpiloten mehr als 60 bedroh¬liche Annäherungen von Drohnen gemeldet – von den außer Kontrolle geratenen und abgestürzten Fluggeräten ganz zu schweigen. Sie werden momentan von keiner Statistik erfasst.

Da die Zahl der Drohnen stark zugenommen hat, wächst damit auch das Potenzial für Zwischenfälle. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat dazu entsprechende Regeln erlassen. Die seit April 2017 geltende Drohnen-Verordnung schreibt den Nachweis ausreichender Kenntnisse und Fertigkeiten zum Betrieb von unbemannten Fluggeräten für Drohnenpiloten vor, die Geräte mit einem Gewicht von über 2 Kilogramm fliegen. Unabhängig vom Gewicht ist dieser „Drohnen-Führerschein“ auch für alle erlaubnispflichtigen Flüge eine wichtige Voraussetzung. Das sind beispielsweise Flüge im sogenannten kontrollierten Luftraum oder in der Kontrollzone von Verkehrsflughäfen. Stichtag für den Besitz des Kenntnisnachweises war der 1. Oktober 2017. Bei der entsprechenden Prüfung müssen Fragen aus den Bereichen Luftrecht, Meteorologie sowie Flugbetrieb und Navigation beantwortet werden. (Newspress.de/HS)