Winter: „Die Auszeichnung bestärkt uns“

Ute Teichert, Johanna Sievering, Rita Wallmann (v. l.) bei der Preisverleihung in Düsseldorf. (Foto: Akadmie für Öffentliches Gesundheitswesen)

Landkreis Emsland erhält Preis für Demenz-Servicezentrum

Meppen/Düsseldorf. Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen verleiht alle zwei Jahre einen Preis an herausragende Projekte des kommunalen Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Ausgezeichnet werden Projekte, die Maßnahmen des Öffentlichen Gesundheitswesens innovativ und nachhaltig umgesetzt haben. In diesem Jahr wurde das Demenz-Servicezentrum des Landkreises Emsland unter 20 eingereichten Projekten von der Jury ausgewählt und mit dem 1. Preis bedacht. „Die Auszeichnung freut uns sehr und bestärkt uns in unserem Tun. Das Demenz-Servicezentrum hat seinen Sitz in der Kreisverwaltung in Meppen. Es ist mit seiner Anbindung an die Kommunalverwaltung die einzige Einrichtung dieser Art in Niedersachsen“, sagt Landrat Reinhard Winter.

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Bei der Preisverleihung während der Jahrestagung der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf nahmen Johanna Sievering, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit beim Landkreis Emsland, und Rita Wallmann, Koordinatorin des Demenz-Servicezentrums, die Urkunde von der Leiterin der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, Dr. Ute Teichert, entgegen. „Diese Auszeichnung ermutigt uns und verleiht uns Kraft für weitere gemeinsame Anstrengungen, auf dem Weg zu einer besseren Versorgungslandschaft für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen im Emsland“, betont Sievering. Die Erkrankung Demenz stelle für Betroffene, pflegende Angehörige, Privatpersonen, Institutionen und für die Gesellschaft allgemein eine große Herausforderung dar, stellt Sievering heraus. „Demenz ist eine komplexe Erkrankung, die besondere multiprofessionelle Versorgungsstrukturen mit einem guten Miteinander der Akteure erforderlich macht“, macht sie deutlich. Im Emsland bestehe eine große Auswahl an Betreuungsangeboten. Vor Einrichtung des Demenz-Servicezentrums in 2011 seien dieses Versorgungsnetz für Betroffene und Angehörige jedoch nicht transparent genug und die Hilfsangebote nicht bekannt genug gewesen. Mit dem Demenz-Servicezentrum konnte eine zentrale und neutrale Anlauf-, Beratungs- und Koordinierungsstelle für Fragen rund um die Demenz geschaffen werden.

Zu den zentralen Aufgaben der Einichtung zählen die Information und Aufklärung über das Krankheitsbild Demenz, die Entstigmatisierung der Erkrankung, die Veränderung der öffentlichen Wahrnehmung der Erkrankung sowie die Bildung eines transparenten Demenznetzwerkes, in dem alle regionalen Akteure und Unterstützungsangebote gebündelt sind. Im Rahmen von regelmäßigen Schulungsangeboten werden Kenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit Demenzerkrankten vermittelt.

Das Demenz-Serviczentrum ist im Kreishaus Meppen unter der Telefonnummer 05931/44-1171 sowie der E-Mail-Adresse rita.wallmann@emsland.de zu erreichen.