Treffen der parteilosen Bürgermeister im Niedersächsischen Städtetag in Lingen (Ems)

Nutzten das Treffen für einen intensiven Austausch: (v. li.): Stefan Wittkop vom Niedersächsischen Städtetag, Samtgemeindebürgermeister Manfred Windhaus aus der Samtgemeinde Schüttorf, Bürgermeister Jürgen Daul aus der Stadt Holzminden, Oberbürgermeister Dieter Krone aus Lingen (Ems), Bürgermeister Helmut Knurbein aus der Stadt Meppen und Bürgermeister Niels Thomsen aus der Gemeinde Stuhr. Es fehlen: Bürgermeister Christoph Meineke aus der Ge-meinde Wennigsen und Bürgermeister Oliver Theiß aus der Stadt Stadthagen. PR-Foto

Lingen. Die parteilosen Bürgermeister im Niedersächsischen Städtetag haben sich kürzlich für zwei Tage zu einem Austausch in Lingen (Ems) getroffen. Während an Tag eins ein Besuch des Campus Lingen und der Innenstadt auf dem Programm standen, nutzten die Mitglieder den zweiten Tag und tauschten sich zu aktuellen Themen aus. Dabei ging es unter anderem um den Familiennachzug von Flüchtlingen und die zurückliegenden Landtagswahlen. „Wir appellieren an die gewählten Parteien im Niedersächsischen Landtag, die Koalitionsverhandlungen schnell abzuschließen“, erläuterte Oberbürgermeister Dieter Krone zusammen mit Stefan Wittkop dem Vertreter des Niedersächsischen Städtetages in einem abschließenden Pressegespräch. „Viele Themen drängen und erfordern schnelle Beschlüsse.“ So fordern die Bürgermeister, dass der Familiennachzug von Flüchtlingen weiterhin ausgesetzt werde. Die derzeitige Regelung gelte bis März 2018. „Wir brauchen mehr Zeit und vor allem sichere Daten, um feste Strukturen in den Kommunen aufbauen zu können und die Menschen versorgen zu können“, erklärte der Lingener Oberbürgermeister. Insbesondere die Mittel- und Oberzentren verzeichnen einen massiven Zuzug, ergänzte Stefan Wittkop vom Niedersächsischen Städtetag. „Eine praktikable Wohnsitzauflage gibt es derzeit nicht“, so der Vertreter des Städtetages. Doch die Kommunen könnten die Menschen nur dann integrieren, wenn sie wissen, wer vor Ort lebe.

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Insgesamt sind 125 Städte und Gemeinden im Niedersächsischen Städtetag organisiert. Neben den parteilosen Bürgermeistern tauschen sich auch die Bürgermeister der CDU, SPD und der Grünen zweimal im Jahr aus. Lingen sei dabei die zweite Station der parteilosen Bürgermeister gewesen, erläuterten die Gesprächspartner abschließend.