Tierpark Nordhorn: Statement…

Symbolfoto

Die jüngst in der Presse wieder hochgespielten Vorwürfe zur Schimpansenhaltung im Tierpark Nordhorn weist der Nordhorner Zoo als völlig haltlos zurück.

Der Tierpark Nordhorn hält eine ältere, nicht-züchtende Schimpansengruppe, die im Tierpark ihren Lebensabend verbringen darf. Die Tiere sind gesund, fit und zeigen ein völlig ungestörtes Verhalten.Das ältere Tiere es eher gemütlich angehen lassen und nicht wie Jungtiere viel spielen und rumtollen ist ein völlig natürliches Verhalten. Alles andere wäre unnormal. Eines der Tiere wurde aus einer Kleinzirkushaltung übernommen und wird nun artgerecht in gefestigter Sozialstruktur mit den beiden anderen Schimpansen gehalten. Auch die beiden anderen Tiere wurden aus einer anderen Großgruppe übernommen, da dort aufgrund ihrer niedrigen Stellung in der Gruppenhierarchie das Wohlbefinden nicht mehr sicher gewährleistet werden konnte. In Nordhorn konnten sie eine stabile Gruppe bilden. Hierbei steht der Tierpark in engem fachlichem Austausch mit dem europäischen Zuchtbuch, in dem die führenden Experten für Schimpansenhaltung aktiv sind.

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Seit Jahren steht für den Tierpark wie öffentlich bekannt fest, dass die Schimpansenhaltung in Nordhorn auf Dauer ausläuft. Dies kann auf natürlichem Wege geschehen oder in Rücksprache mit dem europäischen Zuchtbuch durch Abgabe an eine andere geeignete Zuchtbucheinrichtung. Bis dahin wird diesen Tieren im Tierpark ein ruhiger Lebensabend ermöglicht. In Verantwortung für seine Tiere gilt es hier aber in erster Stelle das Wohlbefinden der Schimpansen zu berücksichtigen. Schimpansen sind sehr soziale Tiere. Es wäre unverantwortlich gegenüber den Tieren, das Sozialgefüge ohne Not auseinander zu reißen oder Tiere Hals über Kopf einfach in andere Gruppen zu stecken. Diese Vorschläge sind immer schnell gemacht, zeugen aber von großer tierhalterischer Unkenntnis und entbehren jeder fachlichen Grundlage. Die Tierpflege kümmert sich mit großem Aufwand gerne um das Wohlergehen der Schimpansen.

Nicht nur die Versorgung der Tiere, sondern auch die Tierbeschäftigung unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung und Optimierung. So steht der Tierpark Nordhorn seit etwa 2 Jahren mit Tiertrainern im Austausch und hat seine Tierpfleger von diesen schulen lassen. Mehrfach am Tag beschäftigen sich die Tierpfleger mit den Tieren: Sei es durch Fütterungen, Darreichung von Spiel- und Beschäftigungsmaterial, Tiertraining (medizinisches Training, Clickertraining) oder „interaktive Beschäftigung“ wie z.B. das Malen von Bildern.

Zudem haben die Tiere Zugang zur begrünten Außenanlage, nachts bauen sie sich ihre Schlafnester aus Holzwolle, es gibt Futterspielkästen und –schienen, Rückzugsbereiche (ohne Besuchereinsicht) und Fenster im Innenstall, durch die sie ungestört die Besucher beobachten können (ohne von diesen gesehen zu werden). Hormonforschungen (vom Max Planck Institut für Anthropologie, Leipzig) haben übrigens ergeben, dass es sich um eine sehr stabile und ausgeglichene Gruppe handelt. Die Optik der Schimpansenanlage ist logischerweise dem Alter der Anlage geschuldet, die zu einer Zeit errichtet wurde, als der optische Anspruch an eine solche Anlage noch ein ganz anderer war. Die Anlage erfüllt alle Anforderungen für das Tierwohl und die Tiergesundheit. Wer die Entwicklung des Tierparks in den letzten Jahren ernsthaft verfolgt hat, erkennt, dass eine solche Anlage keinesfalls den eigenen Ansprüchen des Zoos im Falle eines Neubaus genügen würde. Im Rahmen der baulichen Möglichkeiten wurde und wird die Anlage ständig optimiert.

Die mit markigen Worten von selbsternannten Tierexperten vorgebrachte Kritik ist substanzlos und dient nur dazu, deren eigene Einzelinteressen publik zu machen. An einer sachlichen Diskussion besteht Null Interesse. Den Ansatz von Einzelpersonen auch für Affen Menschenrechte zu fordern, teilt der Zoo nicht. Der Tierpark Nordhorn konzentriert sich bei seiner Arbeit auf die über 400.000 Gäste, denen er auf Basis einer guten Tierhaltung, Themen wie Arten- und Naturschutz, Bildung und Forschung näher bringen möchte um auch in Zukunft noch Menschen für Natur und Tiere und insbesondere deren
Schutz zu begeistern.