Kommentar zur Energiepolitik

Hamburg.  Die EEG-Umlage steigt im kommenden Jahr von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde, haben die Betreiber der Stromnetze heute bekannt gegeben. Die Umlage gleicht die Lücke aus zwischen dem zuletzt historisch niedrigen Börsenpreis für Strom und der garantierten Vergütung für Energie aus Erneuerbaren Quellen. Es kommentiert Greenpeace-Energieexperte Niklas Schinerl:

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„Die steigende Umlage ist die Quittung für die hasenfüßige Energiepolitik von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Weil Gabriel sich schützend vor Dutzende von überflüssigen Kohlekraftwerken stellt, drückt das Überangebot an schmutzigem Strom den Börsenstrompreis in den Keller und lässt die EEG-Umlage dadurch steigen. Deutschlands verschleppter Kohleausstieg belastet nicht nur die deutsche Klimabilanz, sondern über die EEG-Umlage auch die Stromrechnung der Haushalte. Die Energiewende kann nur mit einem schrittweisen Kohleausstieg gelingen.“


Hintergrund:

Deutschland könnte 35 der schmutzigsten Kohlekraftwerke abschalten und das Land dennoch weiterhin sicher mit Strom versorgen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Beratungsinstituts Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace aus dem vergangenen Jahr. Die Studie online: http://bit.ly/2e9YP1S
Die Umlage für die versteckten Kosten von Strom aus Kohle-, Atom- und Gaskraftwerken läge im kommenden Jahr bei 10,8 Cent pro Kilowattstunde und damit anderthalb mal so hoch wie die EEG-Umlage. Dies hat kürzlich das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Ökostromanbieters Greenpeace Energy berechnet. Die Kurzanalyse online: http://bit.ly/2e1Ybji