Ein etwas anderes Wechselgeld

Samstag, 20.06.2015

Franziska Theilen ist in Tansania (Afrika)
Franziska Theilen ist in Tansania (Afrika). Archiv-Foto

Litembo (ft) – In Arusha angekommen, stellen wir fest, dass unser Mitreisender seine Tasche mit den Pässen und Kreditkarten zweier Personen verloren hat – dieses Phänomen scheint uns in unseren Urlauben zu verfolgen, denn auch schon der letzte Zanzibar-Urlaub hat uns zwei Kreditkarten gekostet, auf denen das Geld mehrerer Personen war.

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Am nächsten Morgen haben wir dann versucht alles Nötige in die Wege zu leiten, bis wir eine Anruf vom anderen Teil der Gruppe erhielten, dass die Tasche in dem Auto gefunden wurde und gleich wieder zurückgebracht wird. Uns fiel allen ein ganz großer Stein vom Herzen, denn so konnten wir unseren Urlaub unbekümmert weiter genießen. Heute Morgen ging es dann mit dem Bus weiter nach Moshi.

Der Plan war, von dort aus den Kilimanjaro zu sehen. Schnell unser Hostel gesucht und dann direkt etwas zu essen. Denn da mittlerweile der Fastenmonat Ramadhan angefangen hat, gibt es in den muslimisch geprägten Städten über Tag kaum noch etwas zu essen. So haben wir uns dann ohne Frühstück auf den Weg gemacht. Unterwegs habe ich mich dann mit Mais versorgt. Kurz nach unserer Suche nach einer Mama, die Essen verkauft, fiel uns auf, dass wir alle noch Geld holen müssen, also haben wir eine Bank aufgesucht. Dann ging es zum Essen.

Nach einigen Problemen mit der Bestellung – einige Sachen waren nicht mehr vorhanden – wollten wir bezahlen. Natürlich hat es keiner von uns passend. Denn die Bankautomaten spucken immer nur 10 000 – Scheine aus, während ein Essen in der Regel aber nur 1000- 2000 Schilling kostet. Mit dem Versprechen uns das Wechselgeld gleich zu bringen, verschiedet der „Kellner“. Eine halbe Stunde später gibt es immer noch kein Wechselgeld für uns. Irgendwann kam eine Mama mit der Behauptung, der andere wäre abgehauen. Bei uns keimt während des Kampfes um unser Wechselgeld mittlerweile die Vermutung auf, dass das alles geplant war und wir eiskalt abgezogen wurden und haben unser Wechselgeld nie wieder gesehen. Natürlich hat es sich nicht um einen hohen Betrag gehandelt und doch ist das alle nur passiert, weil wir weiß sind.

Am Abend haben wir uns dann eine leckere Tomatensoße mit Nudeln gekocht. Dabei konnte schließlich nichts schiefgehen. Bis jetzt konnten wir den Kilimanjaro auch noch nicht erblicken, denn das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Denn es gab ja immer noch den nächsten Morgen. Doch auch da war das Wetter leider so schlecht, dass man den Kilimanjaro nicht erblicken konnte. Da unserer Tickets schon gekauft waren, ging es dann glücklicherweise direkt weiter.

(Ihr werdet vielleicht einige Zeitsprünge bemerken, das liegt daran, dass ich zwar über den 20.06 schreibe, da es so einfacher ist, ich aber heute [17.07] erst die Zeit gefunden habe, über meine Reisen zu schreiben)

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