Ein dänischer Hotspot, wie Sarah ihn empfahl

Montag, 22.06.2015

Tranziska Theilen ist in Tansania Archiv Foto

Nach unserer kleineren Pleite in Moshi ging es für uns weiter nach Lushoto in die Usambaraberge.  Schon während der Fahrt wurde die Landschaft wieder grün. Voller freudiger Erwartungen kamen wir dann nach einiger Zeit in Lushoto an. Die ersten Momente waren aber dann ziemlich kühl. Nein,  nicht weil die Menschen so unfreundlich waren, ganz im Gegenteil, sondern weil es wirklich kalt war in Lushoto. Nach dem Bezug unserer Zimmer ging es dann erst einmal zum Essen, denn gefrühstückt hatten wir auch dieses Mal nicht. Wie wir dann feststellten, gab es auch endlich wieder Mamas, die günstig (1000-2000 Schilling [50 ct- 1€]) ihr Essen verkauften.

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Während des Essens haben wir dann bemerkt, dass der Reis und die Bohnen mit Cocosmilch gekocht werden. Da ich in Deutschland absolut keinen Cocos mag, war ich im ersten Moment ziemlich skeptisch, aber dann hat mich das Essen völlig überzeugt. Denn die Kokosnüsse, die hier wachsen, schmecken, absolut nicht nach dem Cocos, den wir in Deutschland kennen. Natürlich besteht eine gewisse Ähnlichkeit und doch ist der Geschmack ganz anders.

Am Nachmittag ist der Rest der Truppe dann zu einem Viewpoint gewandert. Da ich mich für die große Tour am folgenden Tag wappnen wollte, bin ich im Hostel geblieben und habe mich auf eine warme Dusche gefreut. Denn mittlerweile war sogar mir kalt. Leider war die Dusche dann alles andere als warm und ich habe richtig gefroren. Am Abend stellte sich dann heraus, dass die Hähne vertauscht wurden und ich die ganze Zeit nur am falschen Hahn gedreht habe.

Am nächsten Morgen ging es dann im tropischen Regenwald wandern. Natürlich passend zum Namen, hat es dann am Morgen auch erst einmal geregnet. Dadurch war der Boden im Regenwald dann ziemlich aufgeweicht. Trotzdem haben wir es geschafft und haben den Regenwald erklommen. Während unserer Tour wurde von meinen Mitfreiwilligen die ganze Zeit nach einem dänischen Hotspot gefragt. Am Anfang war ich ziemlich irritiert, was denn ein dänischer Hotspot im afrikanischen Regenwald zu suchen hätte. Am Ende des Tages klärte sich dann auf, dass es sich eigentlich um einen endemischen Hotspot handelte, den Sarah überall in diesem Regenwald entdeckte, die anderen aber am Tag zuvor immer dänisch verstanden haben. Nach ungefähr 3 Stunden haben wir den Regenwald einmal durchquert und waren auf der Spitze des Berges angekommen, auf der es dann noch kälter war. Währenddessen konnten wir Chamäleons und Affen im Wald beobachten. Dann ging es noch ungefähr 1 ½ Stunden weiter bis zu unserer Mittagsrast. Dort packte unser Guide auf einmal Brot, Marmelade und Käse aus – und nein, es war nicht das typische afrikanische Weißbrot, sondern wirklich sättigendes. Nach dieser leckeren Stärkung ging es dann noch ein ganzes Stück zu Fuß weiter Richtung Wasserfall.

Unterwegs wurden wir dann von einem Auto aufgegabelt und beim Wasserfall abgesetzt. Das Erlebnis kennt man ja – wir waren glücklich wie die kleinen Kinder. Während wir dieses Mal nur auf den Steinen herumturnten – das Wasser war einfach viel zu kalt – haben wir die herauskommende Sonne genossen. Denn die haben wir bis dahin an diesem Tag noch nicht sichten können.

Anschließend ging es dann mit dem Auto wieder zurück zu unserem Hostel. Und ich glaube nicht nur ich bin dann am Abend tot ins Bett gefallen. Denn während unserer Tour ging es oft bergauf, manchmal auch wieder bergab, aber vor allem ging es durch weichen nicht festen Boden. Und das natürlich fast 9 Stunden lang, auch wenn wir am Ende mit dem Auto zurück durften.

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