Der Lake Viktoria und andere Kuriositäten

Samstag, 13.06.2015

Franziska Theilen ist in Tansania (Afrika)
Franziska Theilen ist in Tansania (Afrika). Archiv-Foto

Litembo (ft) – Nun bin ich schon seit ungefähr einer Woche unterwegs. Bis jetzt waren wir nur in Mwanza. Aber auch hier habe ich einiges erlebt. Denn anders als Litembo ist Mwanza die zweitgrößte Stadt Tansanias. Während wir verschiedene Besonderheiten Mwanzas- wie den Bismarck-Rock oder den Jiwe Kuu – besucht und die Zeit dort genossen haben, konnte ich mir immer wieder vor Augen führen, wie groß Mwanza eigentlich ist. Denn wenn man auf dem Jiwe Kuu (wichtiger Stein) sitzt, hat man eine Aussicht über große Teile Mwanzas. Während man auf der einen Seite auf die Stadt blickt, blickt man auf der anderen Seite auf den Lake Viktoria. Aber auch dann kann man die wahre Dimension des Sees gar nicht erfassen. Denn dieser ist einfach riesig. Man hat das Gefühl als würde  man auf einen Ozean blicken.

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Während wir also oben auf dem Jiwe Kuu den Nachmittag genossen haben, haben wir allerlei Vögel – unter anderem einige Greifvögel und Marabus – beobachten können. So geschah es dann auch, dass einer der Vögel, ich glaube es war eine Bussard-Art, sich ein vergessenes Hemd stibizte und damit den Stein hinunter stürzte. Als der Besitzer des Hemdes dieses bemerkte, war er völlig entrüstet und wir mussten uns das Lachen verkneifen.

Während ich mich immer wieder mit Leckereien und vor allem neuen Schuhen eindeckte – in Litembo oder Songea finde ich in meiner Größe keine – wurden wir zu einer Bootstour mit einem Motorboot auf den Viktoriasee eingeladen. Auf dem Weg dorthin haben wir eine ganz andere Leckerei entdeckt. Senene. Senene sind frittierte Insekten ohne Flügel und Beine. Solange man nicht darüber nachdenkt was genau man da gerade isst, haben diese Teile eine kleine Ähnlichkeit mit Chips. Denn sie machen genauso süchtig. Falls also mal jemand von Euch vorhat nach Tansania, insbesondere Mwanza, zu kommen, sollte er diese Senene auf jeden Fall einmal probieren.

Aber auch die ganz normalen Dinge, die man sich in Deutschland gönnt, ohne darüber nachzudenken, dürfen auf einem Besuch in der zweitgrößten Stadt Tansanias nicht fehlen. Daher habe ich mich immer wieder mit Schokoriegeln und Milchshakes eingedeckt.

Gestern ging es dann zum ersten Mal für mich auf eine Stadtparty in Mwanza. Aber ganz so anders als in Deutschland ist es dieses Mal nicht. Mit der Ausnahme, dass man hier als Weißer öfter angetanzt wird. Ziemlich mitten drin kam jemand auf uns zu, der uns ein Werbeshirt geschenkt hat. Abgesehen von der Farbe (Gelb auf weißer Haut und blonden Haaren) war das eine ziemlich witzige Aktion. Denn am Ende hatten alle 5 von uns ein gelbes Tusker-Shirt (Tusker- eine Biermarke) als Erkennungszeichen.

Heute haben wir den Craftmarket besucht- eine Art Wohltätigkeitsmarkt auf der man alle möglichen Souvenirs kaufen konnte. Morgen geht es dann schon früh weiter nach Arusha, von da aus besuchen wir den Lake Natron und ab da geht es wieder weiter. Denn noch habe ich 4 wundervolle Wochen vor mir, die ich in allen Zügen genießen möchte.

Ich lächle im Moment noch in mich hinein, wenn meine Mitfreiwilligen anfangen zu frieren. Denn bei uns in Litembo wird es jetzt richtig kalt.

 Also bis ganz bald! Eure Franziska

(Ihr werdet vielleicht einige Zeitsprünge bemerken, das liegt daran, dass ich zwar über den 13.06 schreibe, da es so einfacher ist, ich aber heute [17.07] erst die Zeit gefunden habe, über meine Reisen zu schreiben)

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