Bundespolizeidirektion München: 50, 60, 70 – Am „Bahnsteig der Hoffnungen“

Die Rosenheimer Bundespolizei hat an einem Tag rund 280 illegale Grenzübertritte verzeichnet. Die meisten der unerlaubt Eingereisten wurden am Bahnhof in Rosenheim in Gewahrsam genommen. Foto: Bundespolizei

Rosenheim (ots) – Uniformierte Einsatzkräfte der Bundespolizei sind derzeit täglich am Rosenheimer Bahnhof zu sehen. Die Beamten nehmen dort vermehrt geschleuste beziehungsweise unerlaubt eingereiste Personen in Gewahrsam. So wurden am Donnerstag (30. Juli) in einem Nachtzug aus Wien über 50 Reisende ohne Grenzübertrittspapiere festgestellt; in einem EuroCity aus Venedig waren es etwa 60. Auf rund 70 illegal Eingereiste trafen die Bundespolizisten in einer Regionalbahn aus Kufstein.

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Es handelt sich vor allem um Eritreer, Nigerianer, Syrer, Afghanen und Iraker. Für viele dieser Menschen, die eigenen Angaben zufolge vor Krieg und Terror geflohen sind, dürfte der Bahnsteig in Rosenheim zum „Bahnsteig der Hoffnungen“ geworden sein. Mit dem Polizeibus wurden sie zu einer Sporthalle auf dem Gelände der Bundespolizeiinspektion gefahren. Dort konnten sie behelfsmäßig untergebracht und versorgt werden. Nach Abschluss der Registrierung und der polizeilichen Maßnahmen wurden die unerlaubt eingereisten Personen der Anlaufstelle für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Alleine am Donnerstag hat die Rosenheimer Bundespolizei insgesamt rund 280 illegale Grenzübertritte festgestellt. Im gesamten Juli sind es mehr als 6.200 solcher Fälle gewesen.

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