Trauerfeier für Verstorbene ohne Angehörige

Symbolfoto

Osnabrück.  Wenn ein Mensch verstirbt und Angehörige nicht aufzufinden sind, tritt die Stadt auf gesetzlicher Grundlage an die Stelle der Angehörigen, organisiert eine einfache Bestattung in Osnabrück und übernimmt die Kosten. Hierbei wird – wie rechtlich vorgegeben – auf bekannte Wünsche des Verstorbenen nach Erd- oder Urnenbestattung und auf eventuell vorhandene Freunde und Bekannte Rücksicht genommen, die vielleicht eine eigene Trauerfeier organisieren möchten.

Jeden ersten Mittwoch des Monats findet um 10 Uhr in der großen Kapelle des Heger Friedhofs ein würdevolles Trauerritual statt, das auch Verstorbene ohne Angehörige in eine Kultur des Abschieds und des Gedenkens einbindet. Als Teil der Trauerfeier findet die Beisetzung der Urnen in namentlich gekennzeichneten Gräbern im waldartigen Bereich des Heger Friedhofs statt.

Am Mittwoch, 2. Mai 2018, um 10 Uhr, werden auf dem Heger Friedhof Jürgen Metting, Hildegard Janning, Leonard Gesicki, Guido Flacke, Herbert Kleine-Maschmeyer, Josef Wellbrock, Dieter Block und Silvia Melinte bestattet.

Alle Osnabrücker Bürger, die durch ihre Teilnahme der Würde jedes Menschen Ausdruck verleihen wollen, sind herzlich willkommen (große Kapelle, Rheiner Landstraße 168). Auch zur Unterstützung bei der Durchführung der Trauerfeiern sei eingeladen. Die Stadt Osnabrück, die beteiligten Kirchen und der Humanistische Verband setzen mit der monatlichen Trauerfeier ausdrücklich ein Zeichen gegen die Anonymisierung des Sterbens.