Zwei Bronzemedaillen erkämpft:

Oberbürgermeister zeichnet Judoka Jana Gussenberg aus

OSNABRÜCK. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat die erfolgreiche Judoka Jana Gussenberg mit einer Medaille und einer Urkunde ausgezeichnet. Die 17-Jährige von den Judo Crocodiles holte Bronze bei den Weltmeisterschaften der U18 in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile. Zuvor hatte sie Bronze im Einzel bei der U-18-Europameisterschaft im litauischen Kaunas gewonnen und dazu Gold mit der deutschen Mannschaft.

In Deutschland gibt es mit ihrer Dauerrivalin Mascha Waldhaus nur noch ein weiteres Mädchen, mit dem sie sich in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm ernsthaft messen kann. Wolfgang Griesert zeigte sich im Gespräch mit der Schülerin beeindruckt: „Jana Gussenberg ist eine sympathische Sportlerin, die die Bodenhaftung behalten hat – freilich ohne auf dem Boden zu liegen“, sagte er und spielte auf den Sport an, bei dem man eben tunlichst nicht zu viel Kontakt mit der Matte haben sollte.

Die 17-Jährige, die zurzeit – neben ihrem Sport – an der Ursulaschule mit dem Abitur beschäftigt ist, hat eine ganz einfache Erfolgsformel: „Ich kann halt einfach nicht verlieren“, sagt sie mit einem feinen Lächeln. Zum Termin mit dem Oberbürgermeister brachte sie ihre Familie und ihren Trainer Teja Ahlmeyer mit. Die Gussenbergs sind eine Judo-Familie. Vater Oliver wurde 1997 im Superleichtgewicht bis 60 Kilogramm zweimal Deutscher Meister, und war Siebter bei den Olympischen Sommerspielen in Athen 2004. Mutter Nina wurde Dritte bei den Deutschen Meisterschaften.

Tokio 2020 – das ist Jana Gussenbergs großer Traum, doch ob sie sich ihn erfüllen kann, ist ungewiss: „Die Qualifikation für Olympia ist wahnsinnig schwer“, gibt sie zu bedenken. „Außerdem bin ich dann vielleicht noch zu jung. Aber in Japan, wo der Sport herkommt, bei Olympia dabei sein zu können, das wäre durch nichts zu toppen.“ Noch schöner als Paris 2024: Die Teilnahme in sieben Jahren ist gar nicht so unrealistisch – vorausgesetzt, alles läuft weiter so gut.

Ihrem Sport ordnet Jana in ihrem Leben vieles unter. Sechsmal die Woche trainiert sie für eineinhalb Stunden, dazu kommen die Turniere. Seit ihrem sechsten Lebensjahr übt sie Festhalte- und Hebeltechniken. Zuviel wird ihr das alles nicht: „Auf Judo freue ich mich, nur das Krafttraining macht mir nicht immer Spaß.“ Lob kommt von Mutter Nina Gussenberg: „Sie fehlt verhältnismäßig häufig in der Schule, trotzdem bringt sie gute Leistungen.“

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert überreichte Jana Gussenberg eine Urkunde und eine Ehrenmedaille. „Ich würde mich freuen, wenn wir auch weiterhin so viel Gutes über Sie hören.“

Mit einer Bronzemedaille kehrte Judoka Jana Gussenberg von den Weltmeisterschaften in Santiago de Chile zurück. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zeichnete sie dafür mit einer Urkunde und einer Medaille aus. Foto: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde