„Die verbrannten Dichter“

Günter Gall und Konstantin Vassiliev erinnern an die Bücherverbrennung von 1933 mit Porträts in Liedern, Lyrik und Prosa

Foto: © Günter Gall
Foto: © Günter Gall

Osnabrück. „Die verbrannten Dichter“: Am 10. Mai 1933 ließ Joseph Goebbels in Berlin symbolisch Bücher von 24 deutschen Schriftstellern auf einem Scheiterhaufen verbrennen. Daran erinnern Günter Gall und Konstantin Vassiliev indem sie einige der verfemten Autoren mit Liedern, Texten und Instrumentalstücken vorstellen – unter anderem Erich Kästner, Walter Mehring, Erich Maria Remarque, Mascha Kaléko und Carl von Ossietzky.

Beginn ist am Sonntag, 6. März, um 15 Uhr in der Gedenkstätte Augustaschacht in Hasbergen-Ohrbeck (Zur Hüggelschlucht 4). Es laden ein: die Gedenkstätte Augustaschacht, die Volkshochschule Osnabrück und das Literaturbüro Westniedersachsen.

In vielen großen Städten wiederholte sich 1933 das von der Deutschen Studentenschaft organisierte Spektakel. Es folgte ein Exodus der deutschen künstlerischen Avantgarde, der bis heute nachwirkt.

Stellvertretend für die „entarteten Künstler“ steht Felix Nussbaum. Auch Musiker und Komponisten wie Kurt Weill, Friedrich Hollaender oder Hanns Eisler gingen nach Amerika ins Exil. Einige der „Hollywood-Elegien“ (Brecht/ Eisler) kommen im Programm ebenfalls zu Gehör.

Der Eintritt kostet sechs Euro. Weitere Informationen sind unter Telefon  0541 28692 erhältlich.